Klinische Forschung

Neue Wege der Prävention, Diagnose und Behandlung

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung am DZNE ist die Früherkennung. Denn neurodegenerative Erkrankungen entwickeln sich schleichend. Schon Jahre bevor erste Symptome offensichtlich werden, können sich im Gehirn, Verhalten und Stoffwechsel subtile Veränderungen abzeichnen. Indem wir solche Vorboten identifizieren, möchten wir den Weg für eine frühzeitige Therapie bereiten.

Deshalb entwickelt das DZNE gemeinsam mit Universitätskliniken neue Methoden zur Diagnose, Behandlung und Vorsorge. Grundlage dafür sind klinische Studien unter der Mitwirkung von erkrankten sowie gesunden Probanden. Unsere Fachleute sind an mehr als 100 solcher Studien beteiligt - auf lokaler, nationaler und auch internationaler Ebene. Eine wichtige Rolle spielt dabei die "klinische Forschungsplattform": Sie koordiniert die standortübergreifenden Studien des DZNE.

Warum erkranken Menschen mit bestimmten Genmutationen an Alzheimer? Wann sind Gedächtnisstörungen Anzeichen einer Demenz? Warum erhöht ein Schlaganfall das Demenzrisiko? Wie lässt sich die natürliche Fähigkeit des Gehirns zur Anpassung und Selbstheilung stimulieren? Können Sport oder geistiges Training dabei helfen? Das sind Beispiele für Fragen, denen wir nachgehen.

Auch fahnden unsere Fachleute nach krankheitstypischen Merkmalen (Biomarkern), die eine frühzeitige Diagnose ermöglichen. Sie erproben neue Wirkstoffe und entwickeln im Rahmen des Nationalen Neuroimaging Netzwerks einheitliche Betriebsstandards für die Magnetresonanz-Tomographie (MRT). So können bei standortübergreifenden Studien die Messdaten unterschiedlicher Hirnscanner direkt miteinander verglichen werden.