Demenz geht jeden an!

Immer mehr Menschen können heute gesund und selbstbestimmt leben und alt werden. Doch damit nimmt auch die Häufigkeit neurodegenerativer Erkrankungen zu. Gegenwärtig leben mehr als 1,6 Millionen Demenzkranke in Deutschland. Nach Prognosen ist bei moderat ansteigender Lebenserwartung bis zum Jahr 2025 mit einer Erhöhung auf etwa zwei Millionen Erkrankte zu rechnen. Gemäß Vorhersagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden neurodegenerative Erkrankungen ab 2040 die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Damit verbunden sind große Herausforderungen, die neurodegenerative Erkrankungen mit sich bringen – für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft. Denn die Diagnose einer Demenz und die derzeit noch fehlenden effizienten Therapiemöglichkeiten stellen sowohl die betroffenen Patienten wie auch deren Familien vor große Herausforderungen. Für pflegende Angehörige bedeutet die Pflege oft nicht nur eine hohe psychische Belastung, sondern oft auch einen Einkommensverlust und wenig Zeit für die eigene Familie. Derzeit verursachen neurodegenerative Erkrankungen in Deutschland Kosten von rund 40 Milliarden Euro pro Jahr. Das heißt, dass von den Auswirkungen dieser Krankheiten jeder direkt oder indirekt betroffen ist. Entscheidende Fortschritte in der Diagnose und Behandlung sind nötig, denn diese Krankheiten sind bislang nicht heilbar und ihre Symptome lassen sich nur begrenzt lindern.

Was Sie tun können!

Nach dem heutigen Stand der Forschung wissen wir, dass eine gesunde Ernährung und Bewegung sich sehr positiv auswirkt und das Risiko an Demenz zu erkranken reduziert. Dabei fängt die Erkrankung schon lange vor ihrer Diagnose an. Experten schätzen, dass bereits um das 40. Lebensjahr erste Veränderungen beginnen, die heute noch nicht zu diagnostizieren sind und noch keine kognitive Auswirkungen haben. In groß angelegten Studien wie beispielsweise der Rheinland Studie mit vielen tausenden Personen untersuchen wir derzeit, welche Risikofaktoren die Erkrankung begünstigen und welche sie verhindern könnten. Wir möchten Sie kontinuierlich über unsere Erkenntnisse informieren.